Verfahren und Checkliste für den Wartungsplan von LSA-Motoren

By | September 22, 2022

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Alle angegebenen Kontrollen sind Sichtprüfungen auf Beschädigung und Verschleiß, sofern nicht anders angegeben. Alle aufgeführten Arbeiten müssen innerhalb der angegebenen Frist durchgeführt werden. Für die Intervalle zwischen den Wartungsarbeiten ist eine Toleranz von + oder – 0 Stunden zulässig, diese Toleranzen dürfen jedoch nicht überschritten werden. Das bedeutet, wenn eine 100-Stunden-Kontrolle tatsächlich um 110 Uhr durchgeführt wird, ist die nächste Kontrolle um 200 Uhr + oder – 10 Uhr fällig und nicht um 210 Uhr + oder – 10 Uhr. Wenn die Wartung vor dem vorgeschriebenen Intervall durchgeführt wird, muss die nächste Wartungsprüfung im gleichen Intervall durchgeführt werden (z. B. wenn die erste 100-Stunden-Prüfung nach 87 Betriebsstunden durchgeführt wird, muss die nächste 100-Stunden-Prüfung nach 187 durchgeführt werden Öffnungszeiten).

Die Kontrollen erfolgen nach den Wartungschecklisten, in denen Art und Umfang der Wartungsarbeiten in Stichworten skizziert sind. Die Listen müssen bei jeder Wartungskontrolle fotokopiert und ausgefüllt werden. Die jeweilige Prüfung (z. B. 100-Stunden-Check) ist auf jeder Seite der Wartungscheckliste oben zu vermerken. Alle durchgeführten Instandhaltungsarbeiten sind vom ausführenden Luftfahrzeugmechaniker im Unterschriftsbereich abzuzeichnen. Nach der Wartung sind die ausgefüllten Checklisten in die Wartungsaufzeichnungen einzutragen. Die Wartung muss im Logbuch bestätigt werden. Alle Abweichungen und Abstellmaßnahmen sind in einem Befundbericht festzuhalten, der von der zur Instandhaltung berechtigten Firma zu erstellen und zu pflegen ist. Es liegt in der Verantwortung des Luftfahrzeugbetreibers, die Aufzeichnungen aufzubewahren und aufzubewahren. Gerätetausch (z. B. Vergaser, Kraftstoffpumpe, Regler) und Durchführung von Service Bulletins sind mit den erforderlichen Angaben ins Bordbuch einzutragen.

Vergaser-Synchronisation

Für einen ruhigen Leerlauf ist eine Synchronisation der Drosselklappen erforderlich. Beim Synchronisieren beide Bowdenzüge entspannen und den Schwingschlauch (3) vom Ausgleichsrohr (2) abziehen, um die beiden Luftansaugsysteme zu trennen. [Figure 1]

Wartungsplanverfahren und Wartungscheckliste für Triebwerke für leichte Sportflugzeuge
Abbildung 1. Resonatorschlauch und Ausgleichsrohr

In diesem Zustand sollte kein signifikanter Unterschied im Motorlauf erkennbar sein. Wenn eine Einstellung für synchrone Gasgrundeinstellungen (mechanische Synchronisation) erforderlich ist, gehen Sie wie folgt vor. [Figures 2 and 3]

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Abbildung 2. Gashebel des Vergasers

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Abbildung 3. Leerlaufgemischschraube

Stellen Sie die beiden Bowdenzüge auf gleichzeitiges Öffnen der Drosselklappen ein. Kabelfixierung (4) am Gashebel (1) entfernen. Als nächstes lösen Sie die Rückstellfeder (5) aus ihrer Befestigung am Gashebel (1) und bringen Sie den Gashebel (1) von Hand in seine Leerlaufstoppposition (3). Während dieses Vorgangs sollte kein Widerstand zu spüren sein. Drehen Sie die Leerlaufeinstellschraube (2) bis zum Anschlag heraus. Setzen Sie eine 0,1 mm (0,004 Zoll) Fühlerlehre (Spalt X) zwischen die Leerlaufdrehzahl-Einstellschraube (2) und den Vergaser-Leerlaufanschlag (3) ein und drehen Sie dann die Leerlaufschraube vorsichtig im Uhrzeigersinn, bis Kontakt mit dem 0,1 mm (0,004 Zoll) Abstand hergestellt wird ) Fühlerlehre. Ziehen Sie die Fühlerlehre heraus und drehen Sie jede Leerlaufeinstellschraube (2) 1,5 Umdrehungen im Uhrzeigersinn. Drehen Sie jede Leerlaufgemischschraube (6) vorsichtig im Uhrzeigersinn, bis sie vollständig eingesetzt ist, und öffnen Sie sie dann um 1½ Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn. Rückstellfeder (5) wieder am Gashebel (1) in Ausgangsstellung einhängen. Prüfen Sie, ob die Drosselklappe automatisch vollständig öffnet. Führen Sie das obige Verfahren an beiden Vergasern durch.

HINWEIS: Die mechanische Vergasersynchronisation ist ausreichend genau.

Bringen Sie zu diesem Zeitpunkt den Gashebel im Flugdeck in die Leerlauf-Stopp-Position. Stellen Sie sicher, dass der Gashebel während der nächsten Schritte des Synchronisationsvorgangs in dieser Position bleibt. Bei Gashebel in Leerlaufanschlagstellung den Gashebel (1) mit der Seilzugfixierung (4) in die Vergaser-Leerlaufanschlagstellung bringen und den Bowdenzug entsprechend sichern. Sobald die beiden Vergaser-Bowdenzüge montiert sind (Gashebel-Leerlaufstellung), prüfen, ob die Leerlaufeinstellschraube (2) drucklos vollständig am Leerlaufanschlag (3) anliegt.

ACHTUNG: Eine zu niedrige Leerlaufdrehzahl führt zu Getriebeschäden, eine zu hohe Leerlaufdrehzahl führt zu einem schwereren Starten des Motors. Starten Sie den Motor und überprüfen Sie die Leerlaufdrehzahl. Wenn die Leerlaufdrehzahl zu hoch oder zu niedrig ist, stellen Sie sie mit der Leerlaufeinstellschraube (2) entsprechend ein. Prüfen Sie das betriebsbereite Leerlaufgemisch des Motors. Gegebenenfalls mit der Leerlaufgemischschraube (6) einstellen.

Pneumatische Synchronisation

Die mechanische Synchronisierung sollte bereits durchgeführt worden sein. Die beiden Vergaser werden im Leerlauf mit einem geeigneten Durchflussmesser oder Vakuummeter (1) auf gleiche Durchflussmenge eingestellt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Testgeräte anzuschließen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Sechskantschraube (6) M6 x 6 vom Ansaugkrümmer (7) zu entfernen und das/die Unterdruckmessgerät(e) anzuschließen. [Figure 1 and Figure 4] Ausgleichsrohr (2) mit angeschlossenen Schläuchen (12) (Verbindung zwischen den Saugrohren) abbauen und die Anschlüsse in den Saugrohren verschließen. Die andere Anschlussmöglichkeit besteht darin, den Ausgleichsrohrschlauch (2) nach dem Entfernen der Spannschelle (4) von der Steckverbindung (5) zu entfernen. Mit der Steckverbindung (5) einen flexiblen Gummischlauch (8) zum Vakuummeter (1) mit dem Ausgleichsrohr (4) installieren. Installieren Sie den anderen flexiblen Gummischlauch, der zum Vakuummeter führt. [Figure 4] Bevor Sie fortfahren, sichern Sie das Flugzeug mit Unterlegkeilen und Seilen am Boden.

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Abbildung 4. Am Motor angebrachte Messgeräte

WARNUNG: Sichern und beobachten Sie den Propellerbereich während des Motorbetriebs.

Starten Sie den Motor, überprüfen Sie die Leerlaufdrehzahl und nehmen Sie alle erforderlichen Korrekturen vor. Ist eine Einstellkorrektur von mehr als ½ Umdrehung erforderlich, mechanische Synchronisierung wiederholen, um eine zu hohe Belastung der Leerlaufanschläge zu vermeiden. Bei zu hoher Leerlaufdrehzahl kann die Leerlaufschraube maximal eine ganze Umdrehung herausgedreht werden. Lässt sich kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, Leerlaufdüsen auf Verschmutzung prüfen und ggf. reinigen.

Achtung: Auch auf durchsichtige, geleeartige Verunreinigungen prüfen. Auf freien Durchfluss prüfen.

Nachdem die richtige Leerlaufdrehzahl ermittelt wurde, muss der Betriebsbereich oberhalb der Leerlaufdrehzahl überprüft werden. Stellen Sie zunächst fest, dass das Triebwerk die volle Startleistung oder Startdrehzahl entwickelt, wenn es im Flugdeck ausgewählt wird. Anschließend kann die Einstellung des Arbeitsbereichs (Leerlauf bis Vollgas) überprüft bzw. angepasst werden.


Motor gemäß Bedienungsanleitung starten und warmlaufen lassen. Wählen Sie die volle Leistung und prüfen Sie, ob beide Manometer die gleichen Messwerte anzeigen. Wenn auf beiden Anzeigen nicht derselbe Wert angezeigt wird, stellen Sie den Motor ab und prüfen Sie, ob die Vergaserbetätigung den vollen Hub hat und ob die Chokes vollständig ausgeschaltet sind. Passen Sie ggf. die Vergaserbetätigung nach Bedarf an/modifizieren Sie sie, um die volle Leistung an beiden Vergasern zu erreichen. Sobald an beiden Vergasern die volle Leistung erreicht ist, verzögern Sie das Gas und beobachten Sie die Manometereinstellungen. Die Manometer sollten für beide Vergaser den gleichen Wert anzeigen. Abweichungen müssen durch Verstellen der Leerlaufeinstellung (7) ausgeglichen werden. [Figure 2] Der Vergaser mit der niedrigeren Anzeige muss an den höheren angepasst werden. Dazu den Motor abstellen und die Kontermutter am Bowdenzug lösen und die Leerlaufeinstellung um eine halbe Umdrehung hineinschrauben, dann die Kontermutter festziehen und den Motor erneut testen. Eine endgültige Einstellung der Leerlaufdrehzahl kann erforderlich sein, indem die Leerlaufdrehzahl-Einstellschrauben (2) neu eingestellt werden. [Figure 2] An beiden Vergasern muss die gleiche Einstellung vorgenommen werden.

Alle größeren Anpassungen erfordern einen erneuten Test, um sicherzustellen, dass alle in diesem Verfahren erwähnten Parameter innerhalb der Grenzen liegen. Bauen Sie die Ausgleichsrohr-Baugruppe am Motor in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus ein. Kleinere Unwuchten im Leerlauf werden ausgeglichen. Befolgen Sie immer die Anweisungen des Instrumentenherstellers.

Einstellung der Leerlaufdrehzahl

Wenn keine zufriedenstellende Leerlaufeinstellung erreicht werden kann, ist eine Überprüfung der Leerlaufdüse oder eine zusätzliche pneumatische Synchronisierung erforderlich. Führen Sie den Leerlaufabgleich immer bei warmem Motor durch. Die Grundeinstellung der Leerlaufdrehzahl erfolgt zunächst über die Leerlaufeinstellschraube (2) der Drosselklappe. [Figure 2]

Optimierung des Motorlaufs

Eine Optimierung des Motorlaufs ist nur erforderlich, wenn sie nicht bei der Vergasersynchronisation durchgeführt wird. Schließen Sie die Leerlaufgemischschraube (6), indem Sie sie im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag eindrehen und dann wieder um 1½ Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn öffnen. [Figures 2 and 3] Ausgehend von dieser Grundeinstellung wird an der Leerlaufgemischschraube (6) gedreht, bis die höchste Motordrehzahl erreicht ist. Die optimale Einstellung ist die Mitte zwischen den beiden Positionen, bei der ein Drehzahlabfall zu spüren ist. Die Nachjustierung der Leerlaufdrehzahl erfolgt über die Leerlaufeinstellschraube (2) und ggf. durch erneutes leichtes Verdrehen der Leerlaufgemischschraube. Eine Drehung der Leerlaufgemischregulierschraube im Uhrzeigersinn ergibt ein magereres Gemisch und eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn ein fetteres Gemisch.

Überprüfung der Vergaserbetätigung

Die Bowdenzüge sollten so verlegt werden, dass die Vergaserbetätigung nicht durch Bewegungen des Triebwerks oder der Flugzeugzelle beeinflusst wird und somit Leerlaufeinstellung und Synchronisation möglicherweise verfälscht werden. [Figure 5] Jeder Vergaser wird über zwei Bowdenzüge betätigt. An Position 1 Anschluss für Drosselklappe und an Position 2 Anschluss für Drosselklappensteller herstellen. Die Bowdenzüge müssen so eingestellt werden, dass die Drosselklappe und die Chokebetätigung des Startvergasers vollständig geöffnet und geschlossen werden können. Bowdenzüge und Hebel müssen freigängig sein und dürfen nicht klemmen.

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Abbildung 5. Verlegung des Bowdenzugs

ACHTUNG: Bei nicht angeschlossener Vergaserbetätigung ist die Drosselklappe voll geöffnet. Die Ausgangsstellung des Vergasers ist Vollgas. Starten Sie niemals den Motor bei abgeschalteter Betätigung. Bowdenzüge und Hebel auf Leichtgängigkeit prüfen. Kabel müssen den vollen Hub des Hebels von Anschlag zu Anschlag zulassen. Stellen Sie die Gaszüge auf ein Spiel von 1 mm (0,04 Zoll) ein. Gestänge am Vergaser und Vergasergelenke prüfen und mit Motoröl schmieren. Rückstellfedern (3) und Eingriffsbohrungen auf Verschleiß prüfen.

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